Stoßwellentherapie (ESWT)

Therapien, die wirklich helfen. Das ist unser Anspruch.

Die Stoßwellentherapie wird in der Orthopädie seit über 30 Jahren bei Sehnen-, Sehnenansatz- und Knochenheilungsstörungen eingesetzt. Am besten untersucht ist der Fersenschmerz.

Wie wirken Stoßwellen?

„Die Stoßwelle setzt gezielte mechanische Impulse im Gewebe. Dadurch werden, unter anderem über Kavitationseffekte, die Zellregeneration angeregt, die Durchblutung verbessert und Wachstumsfaktoren freigesetzt. So aktiviert sie die körpereigenen Heilungsprozesse. Unser Ziel ist, diese Bordmittel Ihres Körpers zu nutzen: Gewebe passt sich an Belastung an, wenn sie richtig dosiert ist. Darauf bauen wir die Behandlung auf.“

Dr. med. Thomas HubrichOrthoDoc Saarburg

Was sind Stoßwellen?

Stoßwellen sind, physikalisch betrachtet, mechanisch-akustische Druckimpulse, die sich durch einen schnellen Druckanstieg und eine kurze Impulsdauer auszeichnen. Stoßwellen entstehen zum Beispiel, wenn ein Flugzeug mit dem bekannten „Knall“ die Schallmauer durchbricht oder eine Silvesterknappkörper zündet.

Wie wirken Stoßwellen?

In der medizinischen Therapie werden diese Stoßwellen durch eine sogenannte Schallsonde künstlich erzeugt. Diese wird von außen (extrakorporale Stoßwellentherapie) auf die zu behandelnde Körperstelle gerichtet. Die Stoßwellen dringen bis zur behandelnden Stelle vor und setzen dort Energie frei. Diese freigesetzte Energie fördert die Heilung und Gewebserneuerung.

Therapeut mit Mund-Nasen-Schutz behandelt eine auf dem Bauch liegende Person auf einer Liege

Kalkschulter

Tendinosis calcarea und andere „Kalksehnen“

Mausarm/Tennisellenbogen

Epikondylitis humeri radialis

Golferellenbogen

Epikondylitis ulnaris oder medialis

Achillessehnenerkrankung

u.a. Achillodynie

Unterer Fersensporn

sog. Plantarfasziitis; Calcaneussporn

Andere Sehnenerkrankungen

Tendinopathien

Muskelverkrampfungen und Muskelschmerzen

und weitere myofasziale Schmerzen

Ausbleibende Knochenbruchheilung

sog. Pseudarthrose

Knochenödeme

transiente Osteoporose

Bestimmte Arten von Gelenkverschleiß

z.B. Daumensattelgelenksarthrosen

Bestimmte Nervenüberreizungen

Neuropathien, wie z.B. das milde Karpaltunnelsyndrom

Zwei Methoden:Fokussierte und radiale Stoßwellen

Fokussierte Technik

Druckwellen werden direkt auf die betroffene Körperstelle ausgerichtet und lassen tief im Körper die fokussierte Stoßwelle entstehen. Das Gewebe wird hierdurch vor Ort intensiv mechanisch stimuliert und die Heilungsprozesse angeregt. Eventuell vorhandene Kalkablagerungen werden im Rahmen dieser Vorgänge häufig „abgeräumt“.

Radiale Technik

Radiale Stoßwellen (eigentlich Druckwellen) werden an der Oberfläche erzeugt und sind dadurch am Ort des Geschehens energieärmer. Sie stimulieren das Gewebe, die Durchblutung und lockern Muskulatur sowie Faszien, wodurch der Zellstoffwechsel angeregt wird. Dieser Prozess dient als Aktivierung der Selbstheilungskräfte, der Schmerzlinderung und Heilungsförderung.

Ablauf einer Stoßwellentherapie

Hände am Fuß einer liegenden Person auf einer Behandlungsliege, im Hintergrund ein Stoßwellengerät

Nach einer ausführlichen Aufnahme der Krankengeschichte (Anamnese), Untersuchung und Beratung, wird die Therapie ambulant durchgeführt. Leichte bis höchstens moderate Schmerzen sind zu erwarten. Eine Betäubung ist nur in Ausnahmefällen bei speziellen Therapien erforderlich.

Stoßwellen-Handstück wird am Arm angesetzt, im Hintergrund das Gerät mit Bildschirm

Die Impulszahl und Energiedichte der Stoßwelle werden individuell eingestellt. Im Anschluss wird der Schallkopf ausgerichtet, so dass die Stoßwelle direkt auf die zu behandelnde Region trifft.

Zwei Hände halten ein Stoßwellen-Handstück mit Display, Nahaufnahme

In der Regel dauert eine Behandlung ca. 15 Minuten. Die Therapie erfolgt, in Abhängigkeit vom Krankheitsbild und der Behandlungsart, in 3 bis 6 Sitzungen. Je nach Krankheitsbild kann eine Besserung schnell (muskulär) oder bis zu 12 Wochen verzögert (Knochen, Sehne) eintreten.

Wir beraten Sie ausführlich und professionell zur Therapie

Weiterführende Informationen finden Sie auch auf der Website der Deutschsprachigen internationalen Gesellschaft für Extrakorporale Stoßwellentherapie

Hier finden Sie meine Praxis und die Information über meine Qualifikation mit der vollen Fachkunde „Stoßwellentherapie (DIGEST)“

  • Schwangerschaft, wenn das ungeborene Kind im Behandlungsbereich liegt
  • Bösartige (maligne) Tumoren, wenn diese im Behandlungsbereich liegen
  • Bei hochenergetischer Stoßwellentherapie:
    • Blutgerinnungsstörungen / blutverdünnende Medikamente (außer ASS®/Aspirin®)
    • wenn Lungengewebe im Behandlungsbereich liegen kann

Nach Empfehlung der Bundesärztekammer wird die fokussierte, extrakorporale orthopädische Stoßwellentherapie nach Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) entsprechend der Ziffer 1800 (Originaltext „Blasensteinzertrümmerung“) abgerechnet.

Je nach Lokalisation und Schwierigkeitsgrad wird der 1,0-fache bis 3,5-fache Satz berechnet (1,0-facher Satz: 86,27€).

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